Samstag, 8. Oktober 2011

Vom Festland auf die Insel

Bruegge war also die letzte Sation bevor wir Richtung England aufbrachen. Am Montag, 26. September, machten wir uns in aller Frueh schon auf den Weg, um die erste (= guenstigste) Faehre zu erwischen. Leider haben wir nicht daran gedacht, das Auto am Sonntag noch aufzutanken ... und die Luft um 5 Uhr in der Frueh mit der Hilfe einer Tankstelle aus demTank zu lassen ist nicht so einfach. Gott sei Dank hatten wir eine Benzinreserve an Bord.


Warum dieser Benzinkanister im Kofferraum war, ist auch eine interessante Geschichte.
Einige Tage vor unserer Abfahrt in Salzburg ist Herbert mit dem Rad in der Stadt unterwegs. Er kommt an einem jungen Mann, der auf einer Parkbank sitzt, vorbei. Dieser ist betrunken, wirkt stark depressiv und hat einen Benzinkanister neben sich stehen. Herbert kommt diese Kombination nicht ganz astrein vor und er geht auf den Kerl zu. Tatsaechlich hat er Selbstmordabsichten, weil ihn seine Freundin verlassen hat. Herbert probiert, ihn etwas aufzumuntern und ihm gut zuzureden was ihm anscheinend auch gelingt. Als Dankeschoen verschenkt der Single-Wider-Willen das Benzin an Herbert ...

Aufgrund unserer Treibstoffprobleme haben wir die erste Faehre versaeumt. Das war aber insofern positiv, als es uns einen super Sonnenaufgang bescherte.


Auffahrt auf die Faehre

Morgenstimmung am Hafen von Calais

Das erste, das man an Festland bei der Ueberfahrt von Frankreich nach Grossbritannien sehen kann, sind die Cliffs of Dover.

Cliffs of Dover

Premiere: Linksfahren

Linksverkehr. Auf der Autobahn habe ich mich eigentlich ganz schnell daran gewoehnen koennen, rechts ueberholt zu werden. Schwierig ist es in der Stadt, weil man nie weiss, wer jetzt genau WIE ab-, ein- bzw. herumbiegt.




Wappen der Schule

Das Ziel, meine Schule haben wir um ungefaehr 11 erreicht. Der ganze Trip bis dahin war war einfach super. Man hat von einer Anreise dieser Art und Weise einfach mehr als wenn man in einem Flieger von A nach B transportiert wird. Voraussetzung ist natuerlich - Zeit.




Herbert hat mir noch beim Ausraeumen geholfen und dann war er weg. Seine Fahrt ist Richtung Manchester, dem Ort seiner Schule, weitergegangen, wo er ein paar Stunden spaeter gut angekommen ist.

3 Kommentare:

  1. Hallo Hans!

    Deine Geschichten sind echt kurzweilig - vielen Dank, Du verkürzt somit so manchen Arbeitstag!

    LG
    Martin

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  2. Also, die G'schicht mit dem Sprudel ist echt schön, da sieht man wieder mal, dass Nächstenliebe und Menschlichkeit bestimmt belohnt werden, natürlich im Normalfall mit einem Benzinkanister... :)

    Find Deine G'schichten auch super, und Die Anreise scheint echt glass gewesen zu sein...

    LG
    Martin auch

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  3. Da kann ich mich nur anschließen...

    Die Fotos vom Hafen und von den Cliffs sind gewaltig! - ob das nur an der Kamera liegt?? ;-)

    Schöne Grüße aus Sbg.
    Mathias.

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